Ratgeber
Die stille Annahme hinter „wir bauen das einmal selbst“ lautet, dass die Anbindung danach steht. Für einen Handelspartner mag das aufgehen. Der zweite bringt ein eigenes Subset mit, eigene Pflichtfelder und eigene Standort-GLN. Der dritte ebenso. Der Aufwand skaliert nicht mit Ihrem Umsatz, sondern mit der Zahl Ihrer Abnehmer — und jeder zusätzliche verlängert auch die Liste dessen, was künftig gepflegt werden muss.
Genau deshalb ist die entscheidende Frage nicht „Was kostet die Anbindung?“, sondern „Was kostet sie über fünf Jahre, bei der Zahl von Abnehmern, die wir dann haben?“
Zwischen „alles selbst bauen“ und „weiter manuell abrechnen“ liegt die Variante, die Anbindung gar nicht erst zu besitzen: eine Lösung nutzen, die den Übertragungsweg bereits hat und die Anforderungen je Handelspartner als gepflegtes Regelwerk mitbringt. Der Unterschied zur Eigenentwicklung ist nicht in erster Linie der Preis, sondern die Verlagerung der Daueraufgabe. Ändert der Handelspartner etwas, ist das dann nicht Ihr Ticket.
Die manuelle Variante wiederum funktioniert genau so lange, wie Ihre Handelspartner sie akzeptieren — und sie bindet Personalzeit, die proportional zum Rechnungsvolumen mitwächst, bei gleichbleibender Fehleranfälligkeit.
Stellen Sie beide Wege auf dieselbe Grundlage, sonst vergleichen Sie eine Einmalzahlung mit einer laufenden Gebühr und kommen zwangsläufig zum falschen Ergebnis:
Für Lieferanten mit wenigen Abnehmern und eigener IT-Mannschaft kann die Eigenentwicklung aufgehen. Für alle anderen ist der ausschlaggebende Punkt selten der Anschaffungspreis, sondern die Frage, wer die Pflege trägt.
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